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Anabole Steroide im Muskelaufbau

Immer mehr Kraftsportler greifen zu Steroiden, um noch mehr Muskeln in noch kürzerer Zeit aufzubauen. Die langfristigen Nebenwirkungen für die Gesundheit werden dabei jedoch meist nicht beachtet. In diesem Artikel soll es deshalb um das Thema Anabole Steroide gehen. Wir wollen darauf eingehen, welche Wirkung sie auf den Körper haben, welche Nebenwirkungen mit der Einnahme einhergehen, und Gründe nennnen, warum es sich lohnt, oder nicht lohnt, Steroide zu nehmen.



 

Wirkung

Steroide werden eingesetzt, um den Muskelaufbau zu fördern. Meist sind Steroide synthetisierte Hormone. Diese verändern den Hormonhaushalt so, dass der Körper in der Lage ist, mehr Muskeln aufzubauen als es sonst natürlich möglich wäre.

Außerdem bewirken anabole Steroide, dass die Proteinsynthese beschleunigt wird. Dadurch kann sich der Körper deutlich schneller von Trainingsbelastungen erholen, was zu einem gesteigerten Muskelaufbau beiträgt.

Zu Steroiden zählen ebenfalls Wachstumshormone. Diese führen dazu, dass mehr Muskelzellen im Körper entstehen. Dadurch kann die Muskelmasse noch einmal deutlich gesteigert werden. Wachstumshormone sind auch der Hauptgrund, warum die Bodybuilder heutzutage deutlich muskulöser sind als zu Zeiten von Arnold Schwarzenegger.

Steroide wirken anabol und bauen somit ein Maß an Muskelmasse auf, das auf natürliche Weise nicht möglich ist.

 


Risiken/Nebenwirkungen

Zunächst wollen wir auf die rein körperlichen Nebenwirkungen eingehen. Neben dem können auch psychische Nebenwirkungen und Risiken hervorgerufen werden, aber dazu später noch mehr.

Zuallererst wollen wir ausdrücklich betonen, dass jedes Steroid bestimmte Nebenwirkungen hervorruft. Letztlich gilt nämlich die Regel: Keine Wirkung ohne Nebenwirkung.

Dies gilt nicht nur für die üblichen Medikamente, sondern eben auch für Steroide. Nachdem also klargestellt wurde, dass Steroide in jedem Fall gesundheitliche Nebenwirkungen herbeiführen, wollen wir nun auf diese etwas genauer eingehen.

Jedes Steroid besitzt im ein Spektrum an Nebenwirkungen. Dabei gilt: Je größer die Wirkung des Steroids, desto größer auch die Nebenwirkungen.

 

An dieser Stelle soll aber nochmal kurz erwähnt werden, dass Hersteller, die euch „legale Steroide ohne Nebenwirkungen“ verkaufen wollen, unseriös sind. Fallt also nicht auf solche oder ähnliche Produkte herein. In den meisten Fällen handelt es sich dabei um wirkungslose Produkte, da sich die Hersteller strafbar machen würden, wenn sie Steroide an euch verkaufen. Und falls diese Produkte wirklich wirken, so haben sie eben auch Nebenwirkungen.

 


Häufige Nebenwirkungen von Anabolika


Gynakomastie

Gynakomastie beschreibt ein unnatürliches Brustdrüsenwachstum. Ursache dafür ist, dass zu viel Östrogen im Körper vorhanden ist. Östrogen ist das weibliche Geschlechtshormon und Gegenspieler vom männlichen Geschlechtshormon Testosteron.

Meist kommt es dann zur Bildung von Gynakomastie, wenn man seine Steroid-Kur absetzt, und das zuvor gespritzte Testosteron nicht mehr nimmt. Da der Körper bei exogener Einnahme von Testosteron seine körpereigene Produktion auf ein Mindestmaß eingestellt hat, sinkt der Testosteronspiegel nach Beenden der Kur auf einen sehr geringen Wert. Dadurch bildet sich viel Östrogen im Körper, und es kommt zur genannten Problematik.

Gynakomastie entsteht durch einen Überschuss an Östrogen, was meist am Ende der Kur der Fall ist.

 


Bluthochdruck

Ein weiterer Nachteil von der Einnahme von Steroiden ist der steigende Blutdruck. Dieser lässt sich auf
zwei wesentliche Faktoren zurückführen. Zum einen an der Zunahme der Muskulatur. Wenn man nämlich mehr Muskeln aufbaut, muss das Herz mehr pumpen, um all die Muskulatur mit Blut zu versorgen. Dadurch wird zum einen das Herz größer, aber eben auch der Druck in den Blutgefäßen.

Das kann dann lebensgefährlich werden, wenn wichtige Gefäße zum Gehirn oder zur Niere platzen. Folgen sind dann Herzinfarkt oder Schlaganfall. Dies ist übrigens auch der Grund, warum sehr große Menschen von über 2,20 Meter oft an Herzproblemen sterben, da das Herz immer einer sehr großen Belastung ausgesetzt ist, weil der große Körper mit viel Blut versorgt werden muss.

Bluthochdruck kann zu lebensbedrohlichen Ereignissen führen, wie zum Beispiel Herzinfarkt oder Schlaganfall.

 

Neben dem führen Steroide oft jedoch auch zusätzlich noch zu Bluthochdruck. Insgesamt ist diese Thematik somit eines der größeren Risiken beim Gebrauch von anabolen Steroiden, denn ein starker Bluthochdruck kann schnell lebensgefährlich werden.


Haarausfall

Es ist kein Zufall, dass sehr viele Bodybuilder, die Steroide konsumieren, keine Haare mehr auf dem Kopf haben. Dies hängt damit zusammen, dass die Substanzen der Steroide in DHT konvertieren, wodurch es zu einem androgen bedingten Haarausfall kommt. Für die Leute, die ohnehin für Haarausfall vorbelastet sind, bedeutet dass, dass sie ihn deutlich schneller bekommen werden. Durch die Konvertierung von DHT beschleunigt sich dieser Prozess. Natürlich wird nicht jeder diese Nebenwirkung bekommen, aber sie tritt durchaus häufig ein.


Leberschäden

Leberschäden gehören zu den größeren Risiken beim Gebrauch von anabolen Steroiden für den Muskelaufbau. Dabei sind vor allem orale Steroide leberschädlich, da sie durch die orale Einnahme in der Leber abgebaut werden. Es kommt somit zu einer toxischen Wirkung. Aus diesem Grund sollten vor allem orale Steroide vermieden werden. Nichtsdestotrotz führen auch Steroide, die man sich spritzt, zu Leberschäden, jedoch in schwächerem Maße.

Gerade oral verfügbare Steroide führen zu starken Leberschäden.

 

Weitere körperliche Nebenwirkungen sind die Verschlechterung der Blutfettwerte sowie die Förderung von Krebs. Gerade Wachstumshormone können die Krebsbildung fördern. Wachstumshormone bewirken nämlich, dass quasi alles im Körper wächst. Somit wachsen auch Tumore, wenn sie vorhanden sind, deutlich schneller.

(Ein starker Gebrauch von Wachstumshormonen kann sogar dazu führen, dass Körperteile wie Nase, Finger und Füße deutlich erkennbar größer werden).

Und Akne ist eine Nebenwirkung, die bei sämtlichen Steroiden zum Vorschein tritt.

 


Psychische Nebenwirkungen von Steroiden

Die körperlichen Nebenwirkungen sind also nicht ohne, weshalb der Gebrauch von Steroiden höchst umstritten ist. Was aber auch noch zu berücksichtigen ist, sind die potenziellen psychischen Nebenwirkungen. Dazu gehören zum einen Aggression. Daher kommt auch der Begriff „Roid-Rage“.

Man kann hier aber keine Paschal-Aussagen treffen. So treten bei einigen Leuten die Aggressionen deutlich schwächer auf als bei anderen. Allgemein kann das Spektrum der psychischen Nebenwirkungen von Person zu Person höchst unterschiedlich sein. Trenbolon wird zum Beispiel nachgesagt, dass es bei der betreffenden Person dessen Verhalten stark verstärkt.

So werden von Natur aus emotionale Menschen deutlich emotionaler, während aggressivere Menschen ein nochmal deutlich aggressiveres Verhalten an den Tag legen.

Durch Steroide wird man meist aggressiver und verändert sich in seinem Verhalten gegenüber anderen.

 

Vielleicht mag sich das jetzt noch etwas harmlos anhören, die Folgen sind jedoch nicht zu unterschätzen. Viele Athleten, die sich in einer Steroid-Kur befanden, haben zum Beispiel währenddessen ihren Partner verloren. Man muss sich also darauf einstellen, dass man sich anders verhält, was für die Mitmenschen schnell nervig sein kann. Am besten teilt man deshalb seinen Freunden mit, dass man gerade eine Kur fährt, sofern man sich dazu entschließt.

Um aber auch objektiv zu bleiben, wollen wir an dieser Stelle auch erwähnen, dass Steroide auch positive psychische Wirkungen hervorrufen können. So fühlt man sich meist während einer Testosteron- Kur deutlich selbstbewusster, was mit dem hohen Testosteronspiegel zusammenhängt. Außerdem hat man mehr Fokus und Energie fürs Training.

Ob diese Dinge jedoch die negativen Effekte aufwiegen, ist eine andere Geschichte.

Weitere Nebenwirkungen sind Depressionen, die sich in der Regel am Ende der Kur einstellen, also nach Absetzen der Steroide. Es sollte klar sein, dass man früher oder später die Steroid-Kur beenden muss, und dann wird es genau zu solchen Depressionen kommen.

Dies hängt damit zusammen, dass der Testosteronspiegel erheblich sinkt, da keine exogene Zufuhr mehr besteht, und die körpereigene Produktion auf ein sehr geringes Maß eingestellt wurde. Daraus folgt, dass man sich niedergeschlagen, antriebslos und schlecht fühlt. Dies ist verständlich, da es zu einem großen Crash im Hormonhaushalt kommt.

Gegen Ende einer Steroid-Kur verfällt man meist in Depressionen, da es einen Crash im Hormonhaushalt gibt, und man an Muskulatur abbaut.

 

Diese Niedergeschlagenheit wird natürlich nochmal dadurch verstärkt, dass man nach Absetzen wieder einiges an Muskulatur verliert. Nicht selten haben Athleten zu diesem Zeitpunkt für immer aufgehört, zu trainieren.



Fazit: Steroide nehmen oder nicht?

Natürlich ist dies eine Entscheidung, die jeder für sich selbst treffen muss, allerdings wollen wir hiermit nochmal etwas Aufklärung betreiben, und Nachteile nennen, die viele meist nicht berücksichtigen.

Wir sind ganz klar gegen den Gebrauch von anabolen Steroiden, und dazu jetzt auch noch einige Gründe.

Zum einen ist das zuvor angesprochene Spektrum an Nebenwirkungen sehr groß. Man setzt somit sehr viel Gesundheit aufs Spiel. Natürlich wird nicht jeder die gleichen Nebenwirkungen bekommen. Manche können zum Beispiel Steroide besser vertragen als andere wiederum. Fakt ist jedoch, dass du nicht weißt, welche Nebenwirkungen du in welcher Stärke bekommen kannst. Wenn du Pech hast, bekommst du schon bei geringen Dosierungen die Gesamtpalette an Nebenwirkungen.

Die gesundheitlichen Nebenwirkungen von Steroiden sind nicht ganz ohne, weshalb man den Gebrauch gut  überdenken sollte.

 

Ein weiterer Faktor ist, und das vergessen viele gerne, dass man nach Absetzen alles oder den Großteil der aufgebauten Muskulatur wieder verliert. Ist ja auch ganz logisch, wenn man bedenkt, dass der Körper wieder ein natürliches Hormon-Level erreicht, und die während der Kur aufgebauten Muskeln auf ein künstlich verändertes Hormon-Level zurückzuführen sind.

Außerdem ist der Gebrauch von Steroiden illegal, und sie sind nicht gerade billig. Du zahlst also viel Geld, um während der Kur vielleicht etwas Muskeln aufzubauen, wobei du nach der Kur wieder das meiste verlierst. Ist es das wirklich wert?

Hinzu kommt, dass man oft nicht weiß, woher die Steroide kommen. Oft wurden sie in irgendwelchen Untergrundlaboren hergestellt, und die Wirkung ist ungewiss.

Ein weiteres sehr großes Risiko ist die Suchtgefahr. Wenn du einmal eine Kur gemacht hast, und währenddessen erfolgreich Muskeln aufgebaut hast, dann aber nach der Kur wieder das meiste verlierst und dich psychisch schlecht fühlst, willst du schnell wieder den alten Zustand haben und erneut eine Kur fahren. So kommt es, dass man erst nur eine Kur „aus Neugier“ machen wollte, und später nicht mehr ohne kann.

Wenn man also über längeren Zeitraum sehr muskulös sein will, dass führt kein Weg daran vorbei, dauerhaft den Stoff zu konsumieren, und dies führt natürlich zu hohen Kosten sowie großen gesundheitlichen Schäden.

Die Muskeln, die man mit Steroide aufbaut, sind nie von langfristiger Natur, da man sie immer früher oder später nach dem Absetzen verlieren wird.

 

Auch wird dann zum Problem, dass man sich selbst mit dem durch Steroiden aufgebauten Körper definiert, sodass das Absetzen immer schwerer mit sich selbst zu vereinbaren ist.

Wie bereits erwähnt, es ist dein Körper und dein Leben. Du musst wissen, was dir wichtiger ist. Wir hoffen aber, dass wir dir jedoch ein wenig die Augen öffnen konnten, dass es nicht ganz so toll ist, wie es vielleicht erst scheint.


Für die, die trotzdem Steroide zu sich nehmen wollen

Für diejenigen soll es nun in diesem Abschnitt gehen. Wir wollen also kurz auf ein paar Punkte eingehen, die man beachten sollte, wenn man unbedingt eine Kur machen will, trotz den zuvor genannten Risiken.

Wichtig ist auf jeden Fall, dass man mindestens etwa 24 Jahre alt ist. Wenn man nämlich schon in jüngeren Jahren anabole Steroide zu sich nimmt, kann der Hormonhaushalt langfristig geschädigt werden. In den jungen Jahren ist der Hormonhaushalt des Körpers nämlich noch dabei, sich einzupendeln, und da kommen exogene Hormonzufuhren in Form von Steroiden sehr unpassend.

Wenn du es also unbedingt machen musst, sein mindestens 24 Jahre alt!

Da sich der Hormonspiegel in den jungen Jahren noch einpendeln muss, sollte man mindestens 24 Jahre alt sein, bevor man sie nimmt.

 

Ein weiterer Tipp ist, dass du die Finger lassen solltest von oralen Steroiden. Diese sind nämlich wie zuvor erwähnt stark leberschädlich. Wenn du also was nimmst, dann über Spritzen. Dies mag zwar vielleicht unangenehmer sein, aber da musst du dann durch.

Außerdem solltest du keine zu hohen Dosierungen nehmen, gerade am Anfang. „Viel hilft viel“ ist hier völlig fehl am Platz.

Ein weiterer Hinweis ist, dass du immer Phasen haben solltest, wo du nichts zu dir nimmst. Dies ist wichtig, damit sich dein Körper vollständig erholen kann. Ein guter Richtwert ist, nicht länger „ON“ zu sein als „OFF“

Zudem solltest du mit den eher „harmloseren Steroiden“ beginnen. Beginne deine erste Kur also nicht direkt mit Trenbolon, sondern vielleicht eher erstmal nur mit Testosteron.

Weiterhin solltest du häufig deine Blutwerte abchecken lassen, sodass du immer noch früh genug absetzen kannst, falls sich gefährliche Nebenwirkungen einstellen.

Eine regelmäßige ärztliche Untersuchung inkl. Blutwerte ist beim Gebrauch von Steroiden dringend zu empfehlen.

 

Nun zur Trainingserfahrung. Wenn du zum ersten Mal eine Steroid-Kur beginnen willst, solltest du in unseren Augen nicht nur das 24. Trainingsjahr überschritten haben, sondern auch mindestens 3, besser aber auch 5 Jahre Trainingserfahrung besitzen. Dies hat mehrere Gründe. Zum einen macht es davor gar keinen Sinn, etwas zu nehmen, da du in den ersten Jahren auch ohne Steroide schnell Muskeln aufbauen kannst.

Des Weiteren müssen die Sehnen und Bänder mit der steigenden Belastung zurecht kommen. Deshalb darf man auch nicht zu schnell schwere Lasten bewegen, was im Fall vom Steroidgebrauch möglich wäre, da man sonst seine Bänder und Sehnen verletzt, was zu einer starken Beeinträchtigung im Sport führt.

Und die Wirkung von Steroiden ist deutlich größer, je mehr Muskeln man zu Beginn der Einnahme hat. Als Trainingsanfänger profitiert man somit recht wenig davon.

Wenn ihr also noch Anfänger seid, und nur Steroide nehmen wollt, um noch schneller Muskeln aufzubauen, dann ist das eine recht dumme Idee, weil die Wirkung nicht so stark ist, und ihr euch schnell verletzt.

Und als letzter Tipp von unserer Seite: Recherchiere sehr viel!

Wenn man sie nehmen will, sollte man sich sehr sehr gut damit auskennen, denn bei Fehlern kann es bis zum Tod kommen!

 

Wir haben dir zwar bereits einige Punkte aufgelistet, aber wir sind keine Experten auf diesem Gebiet, da wir auch noch nie selbst welche genommen haben. Es ist also deine Aufgabe, falls du Steroide nehmen willst, sehr genau zu wissen, wie sie sich auf deinen Körper auswirken, welche Dosierungen du wählst, und was zu welcher Zeit.

Es gibt viele Fälle, wo Leute aufgrund ihrer Unwissenheit gestorben sind durch Steroide. Du willst sicherlich nicht einer von ihnen werden.


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